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Testbericht fly & glide

Spaßvogel RelaX von ICARO 2000

Steffen Hertling hat für das Magazin fly&glide den RelaX getestet:
Entgegen dem Trend auf dem Gleitschirmmarkt versteiften sich fast alle Drachenhersteller in den letzten Jahren auf die Entwicklung von Hochleistungsgeräten. Endlich investierte jetzt wieder ein Hersteller in ein 1er-Gerät auf dem heutigen Stand der Technik.

fly & glide
fly & glide
war ein von Oktober 1994 bis Oktober 2008 monatlich erscheinendes Magazin für Drachen- und Gleitschirmpiloten.

Flugschüler und Flugschulen mussten in den letzten Jahren auf Drachen aus den Achtzigern zurückgreifen. Auch viele Piloten, die zwischenzeitlich "ins Alter" gekommen sind, fühlen sich mit den modernen Hochleistern schlichtweg überfordert. Wer mit der Zeit gegangen ist, wurde förmlich in den Hochleistungsbereich gedrängt. Bei den Gleitschirm-fliegenden Kollegen gab es schon viel früher eine Umorientierung, weg von anspruchsvollen Highend-Geräten und hin zur 1-2er Klasse. Vielleicht steht nun auch die Drachenszene vor einer Interessenverschiebung?

Selbst "Hochleister-geschädigt" habe ich mehrere Flüge mit verschiedenen Geräten absolviert, um mich an die Geräteklasse zu gewöhnen. Bei meinen "Ausflügen" habe ich dabei nicht schlecht gestaunt. So fällt erst im direkten Vergleich auf, was man mit dem Hochleister für die höhere Leistung alles akzeptiert. Schnell hinterlässt der RelaX ein verschmitztes Lächeln auf dem Gesicht.

Generalimporteur des RelaX für Deutschland und Österreich ist die fly&more GmbH. Hier gibt es beim Kauf auch eine individuelle Einweisung. Die meisten Ersatzteile liegen auf Lager und können bei Bedarf sofort rausgeschickt werden. Fly&more führt auch sämtliche Checks und Reparaturen durch.

Der RelaX wird in zwei Versionen angeboten

  • RelaX mit rundem Trapez und Speedbar
  • RelaX optional mit profiliertem Trapez und Speedbar

Konstruktion

Der RelaX ist eine Neuentwicklung von Weltmeister Manfred Ruhmer in Zusammenarbeit mit der Segelschmiede von Markus Pause. Beiden hat die Entwicklung des Geräts großen Spaß bereitet, sagt Markus Pause. Wie die übrige Produktpalette verfügt auch der RelaX über Randbögen.
Das Gestell des RelaX ist sehr übersichtlich, und es fällt schnell auf, dass viele Details aus der Hochleisterserie übernommen wurden. Der RelaX bietet Hardware vom Feinsten. So kommt auch das Trapez vom Laminar. Der Einsteiger- oder Funpilot muss sich nicht mehr mit Rundrohren zufrieden geben. Als Steuerbügel kommen Aerosafe-Rohre von Finsterwalder zum Einsatz. Die Basis ziert eine Speedbar, was das Greifen angenehmer macht und der Grundhaltung der Hände näher kommt. Auch der Turm ist profiliert und somit widerstandsarm. Die Flügelrohre bestehen aus 50 Millimeter Menziken-Rohren in 7075er Legierung. So auch das Querrohr.
Der Doppelsegelanteil beträgt etwa 30 Prozent. Die Pitch-Stabilität garantieren drei Pitchleinen pro Seite und eine eingenähte Querlatte, die beim Abbau im Segel verbleibt. Beim Segeltuch kommen Dacron 170 und Square 130 zum Einsatz. Das sind leichte Tücher, was dem Gerätegewicht entgegenkommt. Das Profil wird durch sieben Segellatten pro Seite definiert, die am Ende klassisch mit Gummis gespannt werden. Drei Latten pro Seite bleiben beim Abbau im Segel.
Nach dem Aufbau fällt sofort die schöne und völlig faltenfrei stehende Anströmkante aus Diax 60 Mylar ins Auge. Der Segelschnitt macht einen weichen und gutmütigen Eindruck. Die gesamte Hardware ist qualitativ sehr hochwertig.

Aufbau

Beim Abladen des Drachens vom Autodach zaubern einem die 24 Kilo Gesamtgewicht das erste Lächeln ins Gesicht. Der Aufbau nimmt keine zehn Minuten Zeit in Anspruch. Basis rein und den Drachen aufs Trapez stellen. Dann die Flächen ausbreiten - wichtig ist nur, die Oberverspannung vor der Unterverspannung einzuhängen, andersrum ist's nicht möglich. Die Fläche anschließend spannen und die Randbögen reinschieben. Sechs Segellatten einschieben, die Nasenverkleidung drauf und fertig. Der gesamte Aufbau ist mit wenig Kraftaufwand zu bewerkstelligen und auch für zarte "Drachendamen" kein Problem.

Start

Der RelaX liegt im Vergleich zu früheren Einsteiger-Geräten statisch neutral auf den Schultern, was ein exaktes Einrichten des Anstellwinkels sehr erleichtert. Mit seinem geringen Gewicht und der straffen Unterverspannung lässt sich der Vogel am Boden gut manövrieren, und auch die Flächen lassen sich einfach leveln. Der Vogel hebt einen vergleichsweise sehr früh vom Boden weg. Ein paar kräftige Schritte, und man ist in der Luft. Auch kleinere Fehler bei der Anstellwinkelwahl werden verziehen.

In der Thermik

Beim Aufdrehen in der Thermik verstärkt sich das Lächeln zum eindeutigen Grinsen. Durch seine geringe Stallgeschwindigkeit und die große Fläche von 15,8 Quadratmetern lässt man seine Kollegen in der Thermik schnell alt aussehen. Kein Hochleister hat hier eine Chance mitzuhalten. Gemütlich sitzt man in der Thermik oben auf. Die Rollzeiten sind angenehm gering, was ein schnelles Nachzentrieren und enges Eindrehen spielend leicht macht. Auch mit der Fahrt muss nicht ganz so vorsichtig umgegangen werden. Ist man mal etwas zu langsam unterwegs, wird dies schnell verziehen. Die Fläche neigt dazu, ganz leicht in die Kurve zu ziehen und muss etwas gestützt werden. Beim Kurbeln vermittelt der RelaX ein sehr sicheres Gefühl, und es darf bei Bedarf auch etwas gedrückt werden. So lässt sich Thermik spielerisch ausdrehen - ob nahe am Hang und eng und ruppig oder weit draußen und rund und ruhig.

Geradeausflug, Gleiten

Der RelaX zeigt im Geradeausflug keine Giertendenzen. So wird er sogar - mit einer Schlepphilfe ausgerüstet - zur Ausbildung im UL-Schlepp verwendet. Im Schnellflug nimmt der Bügeldruck stark zu. Die Endgeschwindigkeit liegt bei fast 70 km/h, so dass man auch bei etwas höheren Windgeschwindigkeiten nicht in Schwierigkeiten kommt. Die Gleitleistung des Geräts kann ich nur grob abschätzen. Ich denke, dass das Gleiten im Bereich von Serienhochleister-Gleitschirmen liegt, wobei dem Drachen natürlich das größere nutzbare Geschwindigkeitsfenster zugute kommt. Somit hat der RelaX einen ausreichenden Aktionsradius.

Flugdaten
V - trimm [km/h] 32
Mindestgeschwindigkeit [km/h] 28
V - norm (geringstes Sinken) [km/h] ca. 34
V - norm (bestes Gleiten) [km/h] ca. 40
maximale Geschwindigkeit [km/h] ca. 70
Flächenbelastung mit Testpilot [kg/m²] 6,0
DHV Klassifizierung 1

Strömungsabriss

Beim RelaX kann eigentlich nicht von einem Strömungsabriss im üblichen Sinn gesprochen werden. Schiebt man den Bügel im Geradeausflug langsam nach vorn, beginnt die Basis im Bereich des Abrisses stark dagegen zu drücken. Schiebt man den Bügel gegen den hohen Gegendruck weiter nach vorne, geht das Gerät in den Sackflug über. Ein Strömungsabriss ist nicht zu erfliegen. Nimmt man den Bügel zurück, kehrt der Vogel sofort in die Normalfluglage zurück. Das leichte Segeltuch wirkt dabei wie ein Stallwarner: Kommt man in den Bereich der Strömungsablösung, beginnt das Segeltuch zu vibrieren und gibt so ein akustisches Signal, dass man zu langsam unterwegs ist. Der Stallverlauf im Kurvenflug verläuft sehr ähnlich: Wieder ist der Bügel-Gegendruck sehr stark, und das Gerät geht bei weiterem Drücken in den Sackflug über.

Landung

Der RelaX landet sich, wie es sich für ein 1er-Gerät gehört: sehr einfach. Die Ausgleitstrecke ist gering, und durch Ziehen im Endanflug lässt sich überschüssige Höhe einfach "vernichten". Es bleibt aber immer noch genügend Zeit, sich gemütlich aufzurichten. Der Bereich zum Rausdrücken ist groß und der Kraftaufwand gering. Stehende Landungen sollten so fast jedem möglich sein.

Summary

Mit dem RelaX ist es gelungen, einen Drachen zu entwickeln, der kompromisslos einfach zu fliegen und dabei technisch auf höchstem Niveau ist. Selbst für mich als routinierten Wettkampf-Piloten war es faszinierend, das Fliegen wieder auf einfachste Weise zu erleben. Nach der Landung war ich regelrecht begeistert. Mit dem RelaX ist ICARO 2000 ein Gerät gelungen, das allen Piloten, die nicht primär Strecken fliegen wollen, viel Freude bereiten wird. Sicher werden wir in den nächsten Jahren mehrere dieser "Spaßvögel" zwischen den Gleitschirmen fliegen sehen.
Steffen Hertling, fly&glide

Anmerkung der Flugschule

Es wird empfohlen, diesen Testbericht sehr kritisch zu betrachten. In fly & glide Tests schneidet selten ein Gerät nicht gut oder sehr gut ab. Man sollte diese Tests mit Mitarbeiter-Arbeitszeugnisse vergleichen: demzufolge gibt es auch nur gute bis sehr gute Mitarbeiter ...