UL-Schlepppilot gesucht
AKTUELL: wir suchen für die kommende Saison 2012 einen UL-Piloten mit eigenem Trike zum Drachenschlepp (Drachenflieger und Tandemdrachen mit Passagieren) an Wochenenden oder auch unter der Woche in Neustadt-Glewe! Eigener Hangarplatz ist vorhanden!
Drachenkurse
Modul 1: Grundkurs
Modul1 - unser Schnupper- und Einsteigerkurs ins Drachenfliegen.
Modul 2: Drachen A-Schein
absolvieren Sie das Modul 2 zum Drachen A-Schein:
A - Theorie
Der Theoriekurs zum beschränkten Luftfahrerschein (A - Schein) vermittelt das Basiswissen, um das Drachenfliegen sicher und erfolgreich durchführen zu können,
Umschulung von GS -> HG
Drachenfliegen bietet gegenüber Gleitschirmfliegen ein viel größeres Wetterfenster, indem sicher gestartet und geflogen werden kann. Vereinfachte Umschulung für Paraglider ...
UL - Schlepp
Für Piloten, die im Besitz des beschränkten Luftfahrerscheines sind, bieten wir eine UL-Schleppschulung an.
Generelles zur Ausbildung
Die geniale Erfindung des Amerikaners Francis Rogallo 1948 bestand darin, dass er drei Stangen durch ein Segel fächerförmig verbunden hat, auseinandergespreizt durch eine vierte Querstange. Dieser "Rogallo-Gleiter" wurde zum Urvater für alle späteren Hängegleiter, wie die Drachen in der Behördensprache heißen. In den 60iger Jahren erhoben mutige Pioniere, oder nennen wir sie besser todesmutige Flugfanatiker, solche Geräte erstmals an den Meeeresklippen Australiens und Kaliforniens in die Luft. Der Flug von Mike Harker 1972 von der Zugspitze machte das Drachenfliegen mit einem Schlag in Deutschland bekannt.
Heutige Drachen haben ein hohes Maß an passiver und aktiver Sicherheit. Sie bestehen aus hochfesten Aluminiumrohren (spezielle Legierung), Edelstahlseilen und Kunststoffsegeln. Die Segelfläche liegt zwischen 13 und 17 qm, die Spannweite bei gut 10 m und einem Gewicht zwischen 25 und 35 kg. Neugeräte kosten zwischen 2600,- und 5000.- Euro.
Gesteuert wird der Drachen durch Schwerpunktverlagerung mit Hilfe eines Steuerbügels. Der Pilot ist unter der Segelfläche im sogenannten Gurtzeug liegend aufgehängt. In dieser strömungsgünstigen Position erbringen heutige Geräte eine Gleitleistung von ca. 1 : 12; das heißt, dass der Drachen bei einem Höhenunterschied von 1000 m bis zu 12 km zurücklegen kann.
Seit 1999 ist ein neuer Typ von Drachen auf dem Markt: sog. Starrflügler. Ihre aufwendige Konstruktion muss mit einem Preis ab 9000,- Euro bezahlt werden. Ihre Leistung allerdings ist gegenüber den Flexiblen deutlich höher. Bei Wettkämpfen starten die Geräte in einer eigenen Klasse.
Wie kommt man mit dem Drachen in die Luft
- Es gibt drei verschiedene Starttechniken, für die man jeweils eine eigene Lizenz erwerben muss:
- 1. Geländestart - mit Anlauf an einem Hang erreicht man die Geschwindigkeit mit der der Hängegleiter abhebt. Ist das Gelände felsig oder sonstwie ungeeignet wird häufig eine Rampe benutzt.
- 2. Windenstart - mit einer Seilwinde wird der Pilot, flugbereit eingehängt in sein Gerät, einige hundert Meter in die Luft gezogen.
- 3. UL-Schlepp - mit einem Ultraleichtflugzeug - einem Trike (eine Ausnahme gibt es als Dreiachser: Dragonfly) wird der Pilot in die Luft geschleppt. Start auf einem Rollwagen liegend in Flugposition oder per Fuß; der Pilot muss kein Supersprinter sein um die Abhebegeschwindigkeit zu erlaufen. Starts bei leichtem Seitenwind sind kein Problem. Über ein ca. 60 m langes Seil sind Schlepptrike und Hängegleiter verbunden.
Gelände
Start und Landung erfolgt in Deutschland auf Fluggeländen, die vom DHV zugelassen werden. Der regionale Schwerpunkt für den Gleitschirm- und Drachenflugsport liegt im Alpenraum. Es gibt aber auch in den Mittelgebirgen und im nord- bzw. ostdeutschen Flachland zahlreiche interessante Fluggebiete.
Die Schleppwinde macht auch einen Start und weite, schöne Flüge im Flachland möglich. Auch der Schleppstart durch ein Ultraleichtflugzeug erfreut sich großer Beliebtheit. Es können wegen der geringen Eigengeschwindigkeit der Gleitschirme allerdings nur Hängegleiter mit dem sogenannten UL-Schlepp hochgezogen werden.
Ablauf
Die Ausbildung durchläuft verschiedene Stufen. Prinzipiell braucht man für alle Luftsportarten eine Erlaubnis (Schein, Lizenz), die man in einer anerkannten Flugschule erwerben kann. Das Mindestalter bei Beginn der Ausbildung ist 14, den Schein bekommt man mit 16 Jahren.
Lernausweis, L - Schein
- Fliegen mit Flugauftrag der Schule im bekannten Übungsgeländen;
- Ausbildung: Start- und Landeübungen, einfacher Kurvenflug in einem Übungslände mit einer Höhendifferenz von ca. 40 - 100 m. Dauer nicht festgelegt; man übt solange, bis man die Manöver und etwas Theorie nach Ansicht des Fluglehrers beherrscht; in der Praxis sollte man mit 4 bis 7 Tagen rechnen; Problem dabei ist meist das Wetter, so dass man durchaus einige Wochenenden opfern muss.
- Gültigkeitsdauer: 3 Jahre.
D - Schein
- Fliegen mit Flugauftrag in bekannten Geländen, auch über 100 m.
- Ausbildung: zunächst Erwerb des Lernausweises; + mindestens 10 Höhenflüge + 10 Theoriestunden; durch eine Einweisung kann man sich auch die Berechtigung für andere Startarten holen: Winden- und UL-Schleppstart, bzw. Hangstart. Bei Hängegleitern ist eine Ausbildung im Doppelsitzer möglich, entweder von der Winde oder im UL-Schlepp; der Bergstart ist dann eine Zusatzausbildung!
- Gültigkeitsdauer: 3 Jahre.
A - Schein
- Start von allen zugelassenen Geländen in der erworbenen Startart; wer z. B. nur an der Winde ausgebildet ist, kann einen Fußstart am Berg nur nach zusätzlicher Einweisung durchführen. Fliegen im Bereich des Startortes, kein Streckenflug!
- Ausbildung: hier gibt es zwei verschiedene, voneinander unabhängige Ausbildungswege.
- Ausbildungsweg A - per Fußstart am Berg:
- Voraussetzung: Lernausweis oder D-Schein.
- Ablauf: mindestens 40 Höhenflüge mit einem Höhenunterschied von mehr als 300 Metern zwischen Start und Landung, darunter mindestens 10 Höhenflüge mit einem Höhenunterschied von mehr als 500 Metern (Gebirgsflüge).
- Prüfung: offizielle DHV-Prüfung.
- Ausbildungsweg B - per UL-Schlepp:
- Voraussetzung: keine (Lernausweis oder D-Schein wird nicht benötigt).
- Ablauf: 10 Doppelsitzerflüge gemeinsam mit Fluglehrer im UL-Schlepp + 20 Alleinflüge per UL-Schlepp mit Funkbetreuung durch Fluglehrer + 10 Alleinflüge per UL-Schlepp mit Flugauftrag.
- Prüfung: offizielle DHV-Prüfung.
- Gültigkeitsdauer: unbeschränkt
B - Schein
- freies Fliegen innerhalb der gesetzlichen Grenzen
- Ausbildung: flugtechnisches Training + Streckenflugtraining in einer Flugschule oder in Form von Streckenflugseminaren, Performancetraining etc. + ein dokumentierter Streckenflug + 15 Stunden theoretischer Unterricht mit Prüfung. Die Thorieprüfung nimmt der DHV ab.
- Gültigkeitsdauer: alle drei Jahre muss vor einem Fluglehrer oder einem Beauftragten der Luftaufsicht ein Überprüfungsflug (Checkflug) gemacht werden; Der Flug ist in den letzten 12 Monaten dieses Zeitraumes zu machen.
Ab dem Lernausweis (L-Schein) benötigt man in der Regel eine eigene Ausrüstung, meist zunächst die preislich günstige Variante: Gebrauchtgeräte ab 1000,- Gurtzeug + Rettungsschirm ab 300,- Euro, Helm, später Vario, Höhenmesser... In unserer Flugschule bieten wir allen Schülern an, eine komplette flugfertige Ausrüstung (Drachen, Gurtzeug, Rettungsschirm) für 30,-€ pro Tag zu chartern.
Das Risiko einer Verletzung hängt sehr stark vom Einzelnen ab. Unverunft und Selbstüberschätzung sind in nahezu allen Fällen die Ursache für einen Unfall. Gerätedefekte kommen so gut wie gar nicht mehr vor. Die Fluggeräte müssen in vorgeschriebenen Abständen (2 Jahre) geprüft werden.
Was ist sicherer, Drachenfliegen oder Gleitschirm?
10. April 2011 Badische Zeitung, Rickenbach-Bergalingen
Tödlicher Gleitschirmunfall
Am Samstagnachmittag ist ein 45-jähriger Mann nach einem Unfall mit seinem Gleitschirm gestorben.
Der erfahrene Gleitschirmflieger wollte nach Angaben der Polizei in der Nähe des Sportplatzes Bergalingen landen. Beim Landeanflug knickte der Gleitschirm seitlich ein, weshalb der Mann aus einer Höhe von 15 bis 20 Metern zu Boden stürzte.
Der verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden.
unser Kommentar:
Im Gegensatz dazu ist beim Drachen durch eine feste Aluminiumrohr - Tuch Konstruktion ein "Abknicken" der Tragfläche prinzipiell ausgeschlossen, ein derartiger Unfall sollte mit einem Drachen nicht passieren.
Umstieg von Gleitschirm auf ATOS Starrflügler
Ein Feedback eines auf den ATOS-VR umgestiegenen Gleitschirmfliegers findet ihr hier. Diese e-mail ist vor kurzem bei uns (der AIR webseite entnommen) eingegangen:
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Guenther Obweger [mailto:Guenther.Obweger@..........at]
An: Christoph Lohrmann AIR GmbH
Betreff: Antwort: AW: VR Betriebshandbuch
Hallo Christoph!
Das mit meinem Feedback auf der Homepage kannst du gerne machen.
Habe am Sonntag auf der Emberger Alm 8m-Lee-Bärte gekurbelt und kann zum VR noch folgendes ergänzen:
Nach einer kurzen Gewöhnungsphase (5 Minuten!) an für mich als bisherigem Gleitschirmflieger ungewohnte Gurtzeug-Entlastungen habe ich meinem VR in recht ordentlicher Leethermik auf den Zahn gefühlt, und mich dabei pudelwohl gefühlt.
Ich muß sagen: Kein Gleitschirmflieger kann ermessen, was FLIEGEN wirklich bedeutet!
Was habe ich nur die ganzen Jahre betrieben?
- Habe mit ca. Null Bügeldruck amüsiert einen Fullspeed fliegenden Gleitschirm überholt und hatte (selbst 110 km/h fliegend) den optischen Eindruck, er würde mit 50 Sachen rückwärts fliegen.
- Habe die Überfahrt so gut wie 1:1 in Höhe umgesetzt, bin flache und sehr steile Kreise mit unterschiedlichen Klappenstellungen geflogen, habe (natürlich mit entsprechender Speed-Reserve) relativ heftige Turns absolviert, etc., etc. Mein VR hat dabei alle Steuerinputs genau wie von mir gewünscht umgesetzt und niemals irgend etwas Unerwartetes getan.
- Er fliegt in jeder Lage wie auf Schienen!
- Habe meinen Aufhängepunkt bisher nicht verändert. Wie eingestellt fliegt er Trimmspeed 52 km/h bei 10-12° Klappe und 75 km/h bei Klappe 5°!!!
- Man hat speziell bei bei Klappe 5° das Gefühl ein Segelflugzeug zu führen. Die Luft wird über 100 km/h hart wie ein Brett und man rumpelt regelrecht über die kleinen Bläschen.
Was uns an dieser mail besonders gut gefällt, ist, dass offensichtlich auch umgestiegene Gleitschirmpiloten mit dem ATOS-VR sehr schnell zurecht kommen und somit das Leistungspotential problemlos erfliegen können.
(Quelle: AIR Webseite)





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